Im Alstom-Lokomotivenwerk in Stendal läuft seit Montagmorgen ein 25-stündiger Warnstreik. Die rund 280 Beschäftigten wollen damit höhere Löhne durchsetzen. Aufgerufen hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).
Nach Angaben der Gewerkschaft verdienen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Stendal rund 500 Euro brutto weniger als Beschäftigte an anderen Alstom-Standorten. Im Mittelpunkt der laufenden Tarifverhandlungen steht deshalb die Angleichung der Löhne. Die Geschäftsführung habe bislang kein ausreichendes Angebot vorgelegt, teilte die Gewerkschaft laut MDR mit.
Ausstand bis Dienstagmorgen geplant
Der Warnstreik soll bis 6 Uhr am Dienstagmorgen dauern. Damit ist der Arbeitskampf auf 25 Stunden angelegt. Zu möglichen konkreten Auswirkungen auf den Betrieb in Stendal macht der vorliegende Bericht keine weiteren Angaben.
Werk repariert und modernisiert Lokomotiven
Das Stendaler Werk gehört zum französischen Alstom-Konzern und blickt auf eine mehr als 150-jährige Geschichte zurück. Im Betrieb werden vor allem Lokomotiven repariert, gewartet und modernisiert. Nach Unternehmensangaben liegt ein Schwerpunkt auf der Umrüstung bestehender Fahrzeuge auf klimafreundlichere Antriebe.
Der Warnstreik in Stendal ist Teil eines Arbeitskampfs an mehreren Alstom-Standorten. Auch in Chemnitz sowie in Waibstadt in Baden-Württemberg wurde zu dem Ausstand aufgerufen. Für die Beschäftigten in Stendal geht es nach Darstellung der EVG vor allem um eine faire Lohnangleichung innerhalb des Unternehmens.