Am Strandbad Arendsee sind mehrere selbst gebaute Flöße zu Wasser gelassen worden. Mehr als 20 Kinder und Jugendliche hatten die schwimmenden Gefährte während eines viertägigen Angebots des Kunstituts geplant, gebaut und gestaltet. Bei der Jungfernfahrt meisterten die Flöße den Angaben zufolge die erste Fahrt ohne Probleme.
Das Projekt fand am Floß-Bauspielplatz des Kunstituts statt. In der Nähe der Bühne wurde gehämmert, gesägt und geschraubt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fügten Balken zusammen, spannten Seile und entwickelten eigene Ideen für die Boote. Das Material – darunter große Tonnen, Holzpaletten und dicke Seile – brachten die Anleiter mit. Auch das benötigte Werkzeug stand vor Ort bereit.
Von der Zeichnung zum schwimmenden Floß
Zu Beginn der Woche beschäftigten sich die Kinder zunächst mit der Planung. Jedes Kind konnte seine Vorstellungen von einem Floß zeichnen. Danach wurde gemeinsam gebaut, getestet, verbessert und verschönert. So konnten die jungen Teilnehmer praktisch ausprobieren, wie ein Floß konstruiert sein muss, damit es schwimmt und nicht untergeht.
Angeleitet wurde die Gruppe von Anne Buch und Mathias Bölke. Mehrere regionale Künstler unterstützten das Angebot. Zusätzlich gab es auf der Bühne eine mobile Druckwerkstatt. Dort entstanden Siebdruckmotive für T-Shirts und Logos für die Flöße. Jedes Floß erhielt eine selbst gestaltete Fahne mit eigenem Logo.
Fahnen, Logos und Neptuns Segen
Nach vier Tagen waren mehrere Flöße bereit zum Auslaufen. Auf jedem Ponton wehte eine weiße Fahne mit dem selbst entworfenen Logo. Besonders groß war die Freude, als die Crews feststellten, dass ihre Boote tatsächlich schwammen. Anschließend ging es unter dem im Bericht erwähnten „Neptuns Segen“ hinaus auf den Arendsee.
Der Floß-Bauspielplatz ist Teil des Kunstituts. Das Projekt bietet nach Angaben des Berichts kostenfreie Angebote im gesamten Altmarkkreis und soll Kindern und Jugendlichen Räume geben, in denen sie ihre Kreativität entfalten können. Dabei entwickeln sie gemeinsam Ideen, lernen neue Fähigkeiten kennen und sammeln praktische Erfahrungen.
Nach Darstellung des Kunstituts geht es bei den Angeboten nicht nur um einzelne Aktionen, sondern auch um langfristige Strukturen für kulturelle Bildung in der Region. Gefördert wird das Projekt noch bis 2030 durch das Bundesprogramm „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken“.
Ein weiteres Angebot ist bereits angekündigt: Vom 3. September bis Januar 2027 soll ein Zirkuskurs für Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren stattfinden. Weitere Projekte und Informationen gibt es auf der Website kunstitut-altmarkkreis.de.