Auf Familien in Arendsee könnten höhere Beiträge für die Betreuung ihrer Kinder zukommen. Der Sozialausschuss der Stadt berät am Dienstag, 18. August, ab 17 Uhr über eine Neukalkulation der Elternbeiträge und Verpflegungspauschalen für Kitas und Horte. Eine endgültige Entscheidung fällt an diesem Abend jedoch noch nicht.

Die Verwaltung legt dem Ausschuss ein umfangreiches Zahlenwerk vor. Nach Angaben der Vorlage sind die Kita- und Hortbeiträge in der Einheitsgemeinde seit 2016 nicht mehr angepasst worden. Gleichzeitig seien insbesondere die Kosten für Strom, Gas und die Unterhaltung der Gebäude deutlich gestiegen. Nun sollen die aufgelaufenen Fehlbeträge berücksichtigt und die Betreuungseinrichtungen finanziell abgesichert werden.

Berechnungen reichen bis 2027

Für die Kalkulation hat die Stadtverwaltung Preissteigerungen der vergangenen Jahre sowie Prognosen bis 2027 einbezogen. Als Grundlage dienen Daten des Statistischen Bundesamtes. Berücksichtigt werden unter anderem Personalkosten, Energiekosten, Gebäudeunterhaltung und weitere Sachaufwendungen.

Der Entwurf sieht nach dem Bericht deutliche Erhöhungen über sämtliche Betreuungsgruppen hinweg vor. Betroffen wären die Kita- und Hortstandorte in Arendsee sowie in den Ortsteilen Kleinau, Binde, Fleetmark und Mechau. Neben den eigentlichen Elternbeiträgen stehen auch die Verpflegungspauschalen auf der Tagesordnung.

Sozialausschuss berät zunächst über Alternativen

Die Sitzung im Rathaus ist zunächst eine Beratung. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Sozialausschusses sollen die Annahmen der Verwaltung prüfen, die Berechnungen hinterfragen und mögliche Folgen sowie Alternativen diskutieren. Das Zahlenwerk enthält unter anderem Verteilungsschlüssel nach Quadratmetern und Kinderzahlen, Gemeinkostensätze sowie Abschreibungen für Spielgeräte und Inventar.

Die endgültige Entscheidung über eine Änderung der Beitragsordnung trifft der Stadtrat in einer der kommenden Sitzungen. Für Eltern bedeutet das: Die am 18. August vorgestellte Kalkulation ist eine wichtige Grundlage, aber noch kein abschließender Gebührenbeschluss.

Die Beratung findet im öffentlichen Teil der Sitzung statt. Eltern und interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Debatte im Sitzungszimmer des Rathauses verfolgen.