Eine junge Katze hat in Stendal einen ungewöhnlichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Das Tier war am Dienstag, 1. September, gegen 7.30 Uhr in den Abgang einer Regenrinne geraten. Die betreffende Regenrinne gehört zu einem städtischen Gebäude an der Breiten Straße. Aus eigener Kraft konnte sich die Katze nicht aus dem Fallrohr befreien.

Eine junge Frau beobachtete, wie das Tier in das Rohr geriet, und verständigte die Leitstelle Altmark. Daraufhin rückte die Freiwillige Feuerwehr Stendal aus. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte kamen mit einem Einsatzleitwagen und einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kurz HLF, zur Breiten Straße. Insgesamt waren elf Kameraden beteiligt.

Feuerwehr baut Fallrohr vorsichtig auseinander

Die Einsatzkräfte suchten im Hinterhof des Gebäudes nach der Katze und wurden dort fündig. Das Tier war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr zu sehen. Deshalb arbeiteten sich die Feuerwehrleute von einer Leiter aus an dem Fallrohr entlang vor.

Das Rohr wurde Stück für Stück abgebaut, bis der Abschnitt mit der eingeschlossenen Katze erreicht war. Aus diesem Teil ließen die Einsatzkräfte das Tier anschließend in eine Transportbox gleiten. Die Rettung gelang ohne Verletzungen. Nach Angaben der Feuerwehr handelte es sich um eine sehr junge Katze.

Einsatzleiter und Stadtwehrleiter Martin Jurga berichtete von dem Einsatz. Er machte deutlich, dass die Katze ohne Hilfe nicht aus ihrer Lage herausgekommen wäre. Für das Tier endete der Zwischenfall damit unverletzt.

Bereits im Juli wurde eine Katze gerettet

Die Rettung an der Breiten Straße war nicht der erste vergleichbare Einsatz der Stendaler Feuerwehr in kurzer Zeit. Bereits am 29. Juli befreiten Kameraden im Jacobikirchhof eine weitere Katze aus einem Fallrohr. Damals musste eine Drehleiter eingesetzt werden.

Bei dem Tier handelte es sich um den jungen Kater Simba. Nach Angaben der Quelle war er vermutlich von einem Flachdach auf der anderen Seite auf ein Dach gesprungen und anschließend in das Fallrohr gerutscht. Die Feuerwehrleute erreichten Simba aus dem Korb der Drehleiter, brachten ihn in einem Korb nach unten und übergaben ihn seiner Besitzerin.

Auch in diesem Fall war die Unterstützung der Feuerwehr notwendig: Stadtwehrleiter Martin Jurga erklärte, das Tier hätte sich nicht allein befreien können. Angaben dazu, ob die beiden Fälle miteinander zusammenhängen oder wie die Katze von der Breiten Straße nach dem Einsatz weiter versorgt wurde, enthält die Quelle nicht.