Der FSV Eiche Mieste ist neuer Supercup-Sieger des KFV Fußball Altmark West. Der Kreismeister setzte sich am Freitagabend mit 3:2 (1:0) gegen Pokalsieger Eintracht Salzwedel durch. Vor 172 zahlenden Zuschauern wurde Simon Bache zum entscheidenden Spieler: Er erzielte sämtliche drei Treffer für Mieste.

Für Eintracht Salzwedel war die Niederlage besonders bitter, weil die Mannschaft in der Schlussphase noch mehrere Möglichkeiten hatte. In der 83. Minute vergab Maximilian Eisert zudem einen Foulelfmeter. Sein Schuss flog über das Tor. Der späte Anschlusstreffer von Eliah Riethmüller in der vierten Minute der Nachspielzeit kam zu spät.

Bache trifft früh und legt nach

Salzwedel musste auf mehrere Stammspieler verzichten. Da die beiden etatmäßigen Torhüter Bryan Giebichenstein und Tyler Kummert fehlten, stand Florian Förster im Tor. Bereits nach neun Minuten nutzte Bache einen Fehler in der Eintracht-Deckung zur 1:0-Führung.

Danach hatte Salzwedel zwar mehr vom Spiel, fand gegen die kompakte Miester Abwehr aber nur schwer den Weg zum Tor. Luca Nowak traf in der 37. Minute die Latte. Kurz nach dem Seitenwechsel scheiterte auch Eliah Riethmüller am Aluminium: Sein Schuss prallte in der 47. Minute ans Lattenkreuz.

Auf der anderen Seite schlug Mieste erneut zu. Nach einer Ecke von Jasin Barrie köpfte Bache den Ball in der 50. Minute unhaltbar ins lange Eck. Fritz Thaute verkürzte nach einem weiteren Eckball drei Minuten später auf 1:2.

Salzwedel drängt, Mieste verteidigt den Vorsprung

Die Eintracht erhöhte anschließend den Druck. Nowak scheiterte in der 56. Minute an einer starken Parade von Nick Blume und verfehlte das Ziel bei seinem nächsten Versuch in der 63. Minute knapp. In der 74. Minute setzte sich Bache erneut gegen die Salzwedeler Defensive durch und stellte auf 3:1.

Salzwedel gab nicht auf und erspielte sich weitere Chancen. Doch Blume und seine Vorderleute warfen sich laut Spielbericht in jeden Ball. Nach Eiserts verschossenem Elfmeter gelang Riethmüller in der Nachspielzeit nur noch das 3:2. Kurz darauf beendete Schiedsrichter Jannik Ben Pohl die Partie.

Eiche-Trainer Steven Heider lobte nach dem Spiel den Willen und Kampfgeist seiner Mannschaft. Seine Taktik mit langen Bällen auf schnelle Angreifer sei aufgegangen, sagte er, räumte aber auch das nötige Spielglück ein. Eintracht-Trainer Enrico Hartung zeigte sich enttäuscht und verwies auf die Niederlage im Vorjahreswettbewerb gegen den SV Langenapel. Seine Mannschaft habe zu wenig aus ihren Chancen gemacht; die drei Gegentore seien praktisch Eigentore gewesen.