Für Fahrgäste aus dem Landkreis Stendal bleibt der Umstieg in Fischbeck vorerst eine Geduldsprobe: Am Knotenpunkt des Elbe-Havel-Sterns halten die Busse weiterhin hintereinander an einer provisorischen Haltestelle. Ein regulärer, sicherer Busbahnhof wurde bereits vor mehr als zwei Jahren angekündigt. Nun gibt es einen neuen Zeitplan für die Neugestaltung.

Die Haltestelle Rendezvous liegt am Rand der Gemeinde Fischbeck. Einmal pro Stunde können Reisende dort zwischen den Linien von und nach Stendal, Havelberg, Genthin und Tangermünde wechseln. Die Verbindungen sind für Menschen im Landkreis Stendal und im Jerichower Land wichtige Verkehrsachsen. Besonders Berufspendler sind auf das Angebot angewiesen.

Nach Angaben der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt, kurz Nasa, hat sich die Zahl der Reisenden seit dem Start des Elbe-Havel-Sterns im Februar 2024 verdoppelt. Mit der Zuverlässigkeit der Verbindungen sind die Bürger laut dem Bericht zufrieden. Der Zustand der Umsteigestelle sorgt jedoch weiter für Kritik.

Viele Hindernisse beim Umsteigen

Die Zufahrt zur Haltestelle ist eine kleine Straße, die eher einem landwirtschaftlichen Weg gleicht. Eine erhöhte Bordsteinkante fehlt. Das erschwert den Zugang für Menschen mit Behinderung, ältere Fahrgäste und Eltern mit Kinderwagen. Außerdem ist der vorhandene Wetterschutz zu klein; Beleuchtung und ausreichende Beschilderung fehlen.

Auch die Orientierung ist schwierig. Busse und Autos haben keine richtige Wendemöglichkeit. Ein Fußweg in den Ort Fischbeck existiert ebenfalls nicht. Derzeit halten die vier beteiligten Busse hintereinander, während Fahrgäste zwischen den Fahrzeugen wechseln müssen.

Planungen sollen noch 2026 fertig werden

Die Nasa teilte MDR Sachsen-Anhalt auf Anfrage mit, dass die Vorbereitungen für die Neugestaltung inzwischen laufen. Die Planungen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die ersten Ausschreibungen für die Bauarbeiten sind für Januar 2027 vorgesehen. Nach Einschätzung der Nahverkehrsgesellschaft könnte die neue Rendezvous-Haltestelle im Verlauf des Jahres 2027 fertig werden.

Vorgesehen ist, die vier Busse künftig an einem Bussteig paarweise gegenüber halten zu lassen. Die Anlage soll barrierefrei werden und Schilder, eine Überdachung sowie Beleuchtung erhalten. Während der Bauarbeiten muss die Haltestelle vorübergehend an einen anderen Standort verlegt werden. Wo dieser liegen wird, steht noch nicht fest; die Information soll rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Für das Projekt sind insgesamt rund 845.000 Euro eingeplant. Davon sollen 753.000 Euro durch die Nasa gefördert werden. Den verbleibenden Anteil trägt die Gemeinde Wust-Fischbeck. Bis zur Umsetzung bleibt das Provisorium bestehen. Die Bürger hoffen, dass der nun genannte Zeitplan eingehalten wird.