Im Tiergehege auf dem Gardelegener Wall gibt es erstmals Nachwuchs bei den Pfauen. Von drei Eiern überlebte nur ein Küken. Das Jungtier ist bereits im Gehege unterwegs, bleibt eng bei seiner Mutter und lockt derzeit deutlich mehr Besucher an.
Entdeckt wurde der Nachwuchs, nachdem im Stall plötzlich ein Fiepen zu hören war. Anke Pitzner, die für das Tiergehege der Lebenshilfe Altmark West zuständig ist, sah daraufhin nach und fand das Küken. Die drei Küken schlüpften nach Angaben aus dem Tiergehege etwa am 6. oder 7. August. Nur eines überlebte.
Besucher beobachten den kleinen Pfau
Das Jungtier plustert sich auf, trinkt aus dem Wasserbehälter und folgt seiner Mutter überallhin. Schon kurz nach dem Schlüpfen lief es im Gehege. Sein Gefieder ist hellbraun. Vor dem Gehege seien zuletzt deutlich mehr Menschen stehen geblieben, berichtet die Verantwortliche. Viele Besucher machten Fotos.
Dass die Pfauenhenne Eier gelegt hatte, war zunächst unbemerkt geblieben. Pitzner wunderte sich zwar, dass sich das Tier häufiger als sonst im Stall aufhielt. Die Brutstelle fanden die Pfleger jedoch nicht. Etwa einen Monat lang brütete die Henne, bevor der Nachwuchs bemerkt wurde.
Für das Küken musste zunächst spezielles Aufzuchtfutter besorgt werden. Vor allem die Henne kümmert sich um den Nachwuchs. Auch der Pfauenhahn beteiligt sich, wenn die Mutter Ruhe braucht. Pitzner beschreibt das Pfauenpaar als besonders fürsorglich. Eine genaue Untersuchung des Kükens ist bislang schwierig, weil die Henne es verteidigt.
Im vergangenen Jahr blieb der Bruterfolg aus
Der männliche Pfau lebt bereits seit mehreren Jahren im Tiergehege auf dem Wall. Die Henne ist nach Einschätzung Pitzners seit vier oder fünf Jahren dort. Schon im vergangenen Jahr hatte sie Eier gelegt. Damals lag die Brutstelle jedoch an einem ungeschützten, kalten und nassen Ort. Die Brut wurde deshalb unterbrochen, Küken schlüpften nicht.
In diesem Jahr brütete die Henne im Stall. Weil eines von drei Küken überlebt hat, hält Pitzner es für wahrscheinlich, dass es im kommenden Jahr erneut Nachwuchs geben könnte. Bis dahin muss das Jungtier zunächst wachsen: Rund ein halbes Jahr dauert es, bis ein Pfau ausgewachsen ist.
Geschlecht entscheidet über die Zukunft
Bis zur Geschlechtsbestimmung kann der kleine Pfau im Tiergehege bleiben. Sollte es ein Hahn sein, kann er wegen des bereits vorhandenen Hahns nicht dauerhaft dort bleiben. Für ihn müsste dann ein neues Zuhause gefunden werden. Eine weitere Henne könnte möglicherweise im Gehege bleiben. Wie es weitergeht, ist laut dem Bericht noch nicht geklärt.