Das älteste Gefallenendenkmal in Kakerbeck soll erneut instand gesetzt werden. Der Heimat- und Kulturförderverein Kakerbeck hat dafür eine Förderzusage über 500 Euro aus dem MikroKulturFonds Sachsen-Anhalt erhalten. Für die Reinigung des Denkmals und die Erneuerung der Inschriften sind nach Angaben des Vereins jedoch insgesamt 3.500 Euro eingeplant.

Das Denkmal erinnert an die Gefallenen der Kriege von 1866 und 1870/71. Es steht direkt an der Ortsdurchfahrt und ist Teil eines Ensembles aus drei Gefallenendenkmälern. Nach Angaben des Vereins bildet diese Dreier-Konstellation ein für die Altmark einzigartiges Ensemble.

Förderung deckt nur einen Teil der Kosten

Der Kakerbecker Heimat- und Kulturförderverein gehört zu den 93 Kulturprojekten, die kürzlich eine Förderzusage erhalten haben. Insgesamt hatten sich 168 Projekte um Mittel aus dem MikroKulturFonds beworben. Das Programm unterstützt kleine, lokal verankerte Kulturvorhaben.

Die Vereinsvorsitzende Wilma Schulz hat nach eigenen Angaben ein Schreiben an die Stadt und den Ortschaftsrat vorbereitet. Der Verein hofft auf zusätzliche kommunale Unterstützung. Den verbleibenden Betrag will der Heimat- und Kulturförderverein aus seinen eigenen Rücklagen finanzieren.

Für die Arbeiten ist eine Fachfirma erforderlich. Schulz steht bereits mit einem Steinmetz in Kontakt. Auch die Untere Denkmalschutzbehörde ist eingebunden. Die Genehmigung sollte nach Auskunft der Behörde spätestens in der folgenden Woche eintreffen, damit die Arbeiten bald beginnen können.

Inschriften sollen wieder lesbar werden

Die geplante Maßnahme betrifft das älteste der drei Denkmäler an der Ortsdurchfahrt. Für die Restaurierung ist eine vollständige Einrüstung notwendig. Gereinigt werden soll der Stein; außerdem sollen die Inschriften ausgebessert und farblich neu gestaltet werden.

Das Denkmal war bereits 2008 umfassend saniert worden. Damals hatte es sich nach Angaben von Wilma Schulz bereits etwas geneigt. Es wurde vollständig abgebaut, das Säulenkapitell und der Säulenschaft aus Sandstein wurden neu gebaut. Auch der Sockel und der Adler an der Spitze wurden restauriert.

Von der Inschrift waren zu diesem Zeitpunkt nur noch Fragmente erhalten. Mithilfe von Quellenangaben konnte der Text vervollständigt werden. Nun muss er erneut überarbeitet werden, weil Reinigung und farbliche Erneuerung dringend notwendig sind.

Das Denkmal wurde laut Schulz zwischen 1879 und 1900 errichtet. Wann das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs gebaut wurde, ist dagegen nicht bekannt. Das Denkmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs wurde einst von Einwohnern gestiftet.

Der Förderverein bemüht sich auch über das aktuelle Projekt hinaus um die Kakerbecker Ortsgeschichte. Vor einigen Jahren ließ er unter anderem die Fahne des früheren Kakerbecker Fechtvereins restaurieren.