Wer in den Ferien ohne Eintrittsgeld etwas unternehmen möchte, findet in der Einheitsgemeinde Klötze mehrere Ziele für Familien. Die Angebote reichen von einer Wassertretstelle am Stausee über eine Seilbahn und Spielplätze bis zu historischen Wegen, Aussichtstürmen und ausgeschilderten Wanderstrecken.
Wasser, Wald und eine lange Seilbahn
Im Ortsteil Schwiesau, im Osten der Einheitsgemeinde, liegt eine Wassertretstelle am Stausee. Der Ausflug lässt sich laut dem Bericht mit einer Radtour durch den Klötzer Forst verbinden. Wald und Wasser bieten an heißen Tagen Abkühlung. Sitzgruppen laden zum Picknicken und zur Naturbeobachtung ein.
Immekath grenzt westlich an die Klötzer Kernstadt. Der öffentliche Spielplatz des Ortsteils hat als besondere Attraktion eine lange Seilbahn. Daneben gibt es Platz zum Bolzen. Der Ortsförderverein stellte dort kürzlich neue Kleinfeldtore samt Netzen auf.
Grenzgeschichte und Heckrinder
Der Grenzlehrpfad bei Böckwitz vermittelt deutsch-deutsche Geschichte. Am B-Turm befindet sich ein großer Parkplatz. Von dort führt der Weg wenige Schritte über den Kolonnenweg, an dem verschiedene Ausbaustufen der früheren Grenzanlagen betrachtet werden können.
An der Straße von Kaiserwinkel nach Zicherie liegt außerdem das Lichtenstein-Denkmal. Der Journalist, der 1961 erschossen wurde, gilt laut Bericht als erstes Todesopfer der innerdeutschen Grenze nach dem Mauerbau. Weitere Informationen bietet die Homepage des Böckwitzer Museumsvereins, die auch auf einen Film über die Grenzöffnung 1989 verweist.
Zwischen Röwitz und Buchhorst ist an der Landesstraße ein Parkplatz für die halboffene Weidelandschaft ausgeschildert. Auf 20 Hektar werden dort ganzjährig Heckrinder gehalten. Zwei markierte Wanderwege führen durch die Landschaft: Die Heckrinder-Tour verläuft auf etwa zwei Kilometern direkt um die Weide. Der Weg ist derzeit zugewachsen, aber begehbar. Die größere, mit einem Froschsymbol markierte Runde ist 3,8 Kilometer lang und führt auf einem breiteren Plattenweg mit etwas Abstand zur Weide durch die Drömlingslandschaft.
Beide Wege führen am hölzernen Aussichtsturm vorbei. Von dort sollen die Heckrinder auch bei hohem Gras gut zu sehen sein.
Naturerlebnisse in Quarnebeck
In Quarnebeck beginnen und enden kindgerechte Naturangebote am Dorfplatz. Neben einem alten Trafoturm, der inzwischen als Eulenquartier dient, gibt es ein Quiz über den nachtaktiven Vogel. Direkt daneben liegt ein Spielplatz.
Ein ausgeschilderter Rundwanderweg ist 13,8 Kilometer lang; eine Abkürzung ist möglich. Die Nordtour durch den Wald ist gelb, die Südroute Richtung Drömling blau markiert. Unterwegs liegen unter anderem der Aussichtspunkt Drömlingblick, ein Stelzenpfad und ein Geschichtsschild mit QR-Code. Balancierbalken sind laut Bericht nicht mehr ganz fest im Boden, weshalb Vorsicht nötig ist.
Entlang der Strecke gibt es Bänke und Sitzgruppen. Besonders im Dorf selbst haben Einwohner Treffpunkte zum Klönen eingerichtet, die auch Besucher nutzen können.