In der Hansestadt Stendal soll noch in diesem Jahr ein besonderes historisches Projekt fertig werden: die Restaurierung der Astronomischen Uhr in St. Marien. Das Vorhaben gehört zu insgesamt 31 EU-geförderten Projekten, die in der LEADER-Region Altmark-Elbe-Havel derzeit umgesetzt werden.

Sieben Projekte der laufenden Förderperiode sind nach Angaben der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Altmark-Elbe-Havel“ bereits vollständig abgeschlossen. Die Vorhaben reichen von einer neuen Flutlichtanlage auf einem Sportplatz bis zu akustischen Stadtführungen an der Tangermünder Stadtmauer.

Was bereits umgesetzt wurde

In Tangermünde wurde im Freibad ein Lift eingebaut. Dadurch sind beide Becken für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen zugänglicher und die Anlage insgesamt barriereärmer geworden. Entlang der Stadtmauer informieren sogenannte Flüstergassen Touristen an mehreren Stationen akustisch über Besonderheiten.

In Grieben kann der SV Grieben 47 seinen Kunstrasenplatz nun auch bei Flutlicht nutzen. Das Dorfgemeinschaftshaus in Elversdorf wurde modernisiert und verfügt unter anderem über eine neue Küche sowie ein Whiteboard für Veranstaltungen.

Weitere abgeschlossene Vorhaben gibt es in Klietz, Bölsdorf und am Land-gut-Hotel Seeblick. In Klietz entstanden ein barrierefreier Begegnungsort und ein Wetterunterstand. Beim MFC Albatross in Bölsdorf wurde der Elektroenergieanschluss der Sportstätte erweitert und saniert. Am Hotel Seeblick wurde ein Asbest-Scheunendach saniert und mit einer Photovoltaikanlage ergänzt.

Weitere Projekte in der Region

Neben der Restaurierung der Astronomischen Uhr in St. Marien sollen in diesem Jahr auch die Sicherung des Kirchenschiffs der Gutskirche Vollenschier und weitere EU-geförderte Vorhaben abgeschlossen werden. Im Tierheim Borstel hat der dritte Bauabschnitt für ein neues Hundehaus bereits begonnen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Fortschritte hob Andreas Brohm, Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe „Altmark-Elbe-Havel“, hervor. Er dankte den Beteiligten und erklärte: „Wir können mit dem gezielten Einsatz von europäischen Mitteln im ländlichen Raum wirklich etwas bewirken.“

Woher die Fördermittel kommen

LEADER soll die Entwicklung des ländlichen Raums unterstützen. Die Mittel aus den aktuellen Projektaufrufen stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie aus dem ESF+-Programm.

Das Fördergebiet umfasst den Landkreis Stendal östlich der Elbe und die südöstliche Altmark. Die heutige LEADER-Region „Altmark-Elbe-Havel“ entstand aus den früheren Regionen „Elb-Havel-Winkel“ und „Uchte-Tanger-Elbe“.