In Tangermünde hat der Straßenbau für ein neues Eigenheimgebiet an der Stendaler Straße begonnen. Auf dem 3,4 Hektar großen Areal sollen 37 Bauparzellen entstehen. Eine wichtige Vorgabe steht bereits fest: Gasrohre werden in dem Gebiet nicht verlegt. Wer dort bauen möchte, muss für die Beheizung des Hauses auf Solartechnik oder eine Wärmepumpe setzen.
Das Projekt wird von der Immobiliengesellschaft der Kreissparkasse Stendal entwickelt. Die Fläche liegt an der Ausfallstraße in Richtung Stendal, zwischen einem Gewerbegebiet und einer Kleingartenanlage. Mit dem Abriss von Gebäuden und alten Fundamenten hatten die Arbeiten im Februar 2022 begonnen.
Erschließung weitgehend abgeschlossen
Nachdem das Gelände eingeebnet worden war, wurden Wasser- und Abwasserleitungen, Strom sowie weitere Versorgungsleitungen verlegt. Die Tiefbauarbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Nun wird an den Zufahrten und Straßen innerhalb des künftigen Wohngebiets gearbeitet.
Die Erschließung sieht zwei Zufahrtsstraßen von der Stendaler Straße aus vor. Das Wohngebiet soll vollständig umfahrbar werden. Eine zusätzliche Straße führt in den mittleren Bereich, sodass die dort geplanten Häuser auch mit dem Pkw erreichbar sind. Neben den 37 mehrere hundert Quadratmeter großen Parzellen kann außerdem das Grundstück parallel zur Stendaler Straße bebaut werden.
Bauland kostet 170 Euro pro Quadratmeter
Der Preis für das erschlossene Bauland liegt bei 170 Euro je Quadratmeter. Begründet wird dies mit den umfangreichen Vorleistungen für die Erschließung. Zusätzlich ist später ein Lärmschutzwall zwischen dem Wohngebiet und dem angrenzenden Gewerbepark vorgesehen.
Für Interessierte bietet der Standort mehrere kurze Wege: Direkt neben dem Baugebiet befindet sich eine Haltestelle der Bahnverbindung nach Stendal. Die Auffahrt zur B 188 liegt laut Bericht ebenfalls in der Nähe, ebenso das Einkaufszentrum „Hansepark“. In Tangermünde gibt es zudem Kindertagesstätten und Schulen – von der Grundschule bis zum Gymnasium.
Die Nachfrage nach Wohnraum und Ferienimmobilien habe in Tangermünde in den vergangenen Jahren zugenommen. Nach dem Gebiet an der Ulrichsstraße ist das Projekt an der Stendaler Straße ein weiteres Eigenheimgebiet der Immobiliengesellschaft. Nach Einschätzung des Berichts könnte es sich um das letzte neue Eigenheimgebiet in Tangermünde handeln.
Bauanträge werden weiterhin von der Immobiliengesellschaft der Kreissparkasse Stendal entgegengenommen. Eine Bewerbung um eine Parzelle ist damit nach den vorliegenden Angaben noch möglich.