Ein 75 Kilogramm schwerer Dummy, Atemschutz und ein dreigeschossiger Turm: Beim ersten internationalen Feuerwehrsport-Wettkampf in Arendsee mussten die Teilnehmer einen anspruchsvollen Parcours bewältigen. Am Wochenende kamen dafür Einsatzkräfte aus fünf Ländern an das Strandbad der Altmarkstadt.
Die Stadt Arendsee richtete die „Altmark Firefighters“-Wettkämpfe erstmals aus. Der Feuerwehrsport ist an reale Einsatzsituationen angelehnt und fordert die Starter körperlich wie mental. Insgesamt gingen acht Staffeln, 15 Tandems und 46 Einzelstarter an den Start.
Parcours mit Atemschutz, Schlauchpaket und Dummy
Gleich zu Beginn mussten die Teilnehmer unter Atemschutz eine Metalltür öffnen. Danach folgten das Erklimmen eines dreigeschossigen Turms und das Hochziehen eines 20 Kilogramm schweren Schlauchpakets mit einem Seil. An einem Hammerschlagsimulator bewegten sie außerdem ein mehr als 70 Kilogramm schweres Gewicht.
Zum weiteren Ablauf gehörten ein Löschangriff und der Transport eines 75 Kilogramm schweren Dummys ins Ziel. Nach Angaben der Organisatoren Uwe Schlomsak und Jonas Müller werden die Wettkämpfe seit 2007 in Deutschland nach einheitlichen Standards ausgetragen. Die Disziplinen seien aus realen Einsatzszenarien entwickelt worden; auch die Materialien entsprächen denen im Feuerwehrdienst.
Feuerwehren aus fünf Ländern dabei
Am Wettkampf beteiligten sich Teams aus Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich und Ungarn. Aus dem Stadtgebiet Arendsee starteten Tobias Rams, Jammy Petzold und Ian Born von der Feuerwehr Arendsee. Außerdem waren Eric Wegener von der Feuerwehr Kläden und Tom Steffens von der Feuerwehr Lüge vertreten.
Für die Arendseer Feuerwehren war die Veranstaltung nicht nur eine sportliche Herausforderung. Sie bot auch Gelegenheit zum Austausch mit anderen Wehren. Vertreter der Ortsfeuerwehr Binde unterstützten den Wettbewerb vor Ort und zeigten sich von den Leistungen der Teilnehmer beeindruckt.
Zwei Jahre Vorbereitung und Programm am Strandbad
Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) eröffnete die Veranstaltung. Sie würdigte den Einsatz der Feuerwehren während der trockenen Monate, in denen zahlreiche Wald-, Wiesen- und Feldbrände durch schnelles Eingreifen eingedämmt worden seien. Auch die Landtagsabgeordnete Sandra Hietel-Heuer (CDU) und Arendsees Bürgermeister Norman Klebe dankten den Einsatzkräften.
Klebe verwies auf die gut zweijährige Vorbereitungszeit. Möglich wurde die Organisation nach seinen Angaben mit Unterstützung der Luftkurort Arendsee GmbH und des THW Salzwedel.
Zum Rahmenprogramm gehörten am Samstagabend eine Beachparty mit Musik und eine beleuchtete Wassershow der Feuerwehr Schönberg. Am Sonntag endete die Veranstaltung mit einem musikalischen Frühschoppen der Oldie-Blaskapelle Seehausen.