Ein Großbrand hat in der Nacht zu Mittwoch in Gardelegen das Kulturwerk Ost, den Jugendclub Mood und ein Nebengebäude vollständig zerstört. Das Feuer brach in einem Vereinsraum am Tannenweg aus und griff anschließend auf die weiteren Gebäude über. An allen Gebäuden entstand Totalschaden.

Die Feuerwehr wurde um 2.17 Uhr alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war der Feuerschein sichtbar. Daraufhin wurden zunächst die Wehren aus Jävenitz und Kloster Neuendorf nachalarmiert. Später kamen Einsatzkräfte aus Mieste, Potzehne, Solpke und Uchtspringe hinzu, unter anderem für die Drehleiter.

95 Einsatzkräfte über Stunden vor Ort

Insgesamt waren 95 Feuerwehrmitglieder mit 19 Fahrzeugen aus sieben Feuerwehren im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Morgen; anschließend liefen noch Nachlöscharbeiten. Ein Feuerwehrmann verletzte sich leicht. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich vor Ort um Betroffene.

Für die Feuerwehr Gardelegen war der Einsatz besonders belastend: Die Einsatzkräfte waren bereits am Dienstagabend gegen 23 Uhr zu einem Einsatz bei Weteritz gerufen worden und fuhren danach weiter zum Großbrand.

Rauch im Stadtgebiet und an der B 188

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden auch Menschen in Gardelegen, Kloster Neuendorf und entlang der B 188 gewarnt. Sie sollten Fenster und Türen geschlossen halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen abschalten. Um 10 Uhr gab es wegen der Rauchentwicklung Entwarnung, die Löscharbeiten dauerten zu diesem Zeitpunkt jedoch noch an.

Der Brandort liegt nicht in Stendal, sondern in Gardelegen. Die Entwicklung ist für Leserinnen und Leser in Stendal dennoch mit Blick auf die überregionale Rauch- und Verkehrslage relevant. Weitere Informationen wurden angekündigt.