Für den Verkehr zwischen Seehausen und Wittenberge beginnt am Montag, 31. August 2026, eine neue Phase beim Ausbau der A14: Die Fahrzeuge werden auf die neue Elbbrücke über die Elbe geleitet. Die Umstellung der Verkehrsführung soll am Montagnachmittag erfolgen. Für Reisende aus Stendal und der Altmark bedeutet das eine veränderte Verbindung in Richtung Brandenburg.

Die neue Brücke wird zunächst noch nicht als Autobahn genutzt. Auf dem rund elf Kilometer langen Abschnitt fahren die Fahrzeuge vorerst über die bereits fertiggestellte östliche Fahrbahn – und zwar in beiden Richtungen. Die Strecke bleibt damit zunächst eine Bundesstraße.

Warum der Verkehr auf die neue Brücke verlegt wird

Mit der Verlegung kann die bisherige Elbbrücke der B189 zurückgebaut werden. An ihrer Stelle soll anschließend eine neue Brücke entstehen. Die alte Querung wird damit Teil des nächsten Bauabschnitts im laufenden Ausbauprojekt.

Die neue Verkehrsführung ist deshalb nicht mit der endgültigen Freigabe der Autobahn gleichzusetzen. Die künftige A14 ist auf diesem Abschnitt erst dann vollständig nutzbar, wenn weitere Arbeiten abgeschlossen sind und auch die neue B189-Brücke fertiggestellt ist.

Welche Fahrzeuge die Strecke nutzen dürfen

Weil der neue Abschnitt vorerst als Bundesstraße geführt wird, gelten dort zunächst nicht die Einschränkungen einer Autobahn. Damit dürfen auch Fahrzeuge die Strecke nutzen, die auf Autobahnen normalerweise nicht erlaubt sind. Dazu zählen laut der vorliegenden Information beispielsweise Mopeds und landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Fußgänger und Radfahrer können die Elbe weiterhin über die Eisenbahnbrücke bei Wittenberge überqueren. Für diese Verkehrsteilnehmer wird die neue Straßenführung daher nicht als neue Querungsmöglichkeit genannt.

Wann die A14 vollständig freigegeben werden soll

Die zweite Fahrbahn der künftigen A14 soll nach aktuellem Stand Ende 2027 fertig sein. Eine Freigabe als Autobahn ist jedoch erst vorgesehen, wenn zusätzlich die neue Brücke für die B189 fertiggestellt wurde. Bis dahin bleibt die neue Elbquerung Teil der Bundesstraße.

Die Verlegung ist ein weiterer Schritt beim jahrelangen Ausbau der A14 in Richtung Norden. Die Projektgesellschaft Deges teilte die Änderung der Verkehrsführung mit. Für den Raum Stendal ist die Verbindung besonders relevant, weil sie den Verkehr zwischen der Altmark und Wittenberge neu ordnet; der konkrete Wechsel findet jedoch zwischen Seehausen in Sachsen-Anhalt und Wittenberge in Brandenburg statt.