Die Sicherung des Grabmals Ottos des Großen im Magdeburger Dom steht kurz vor dem Abschluss. Die aufwendigen Arbeiten waren notwendig geworden, weil am Sarkophag des Kaisers zuvor besorgniserregende Schäden festgestellt worden waren. Das kulturhistorisch bedeutende Denkmal galt dadurch als unmittelbar gefährdet.

Nach Abschluss der Maßnahmen sollen die Gebeine Ottos des Großen am 1. September 2026 feierlich wiederbeigesetzt werden. Damit geht ein mehr als eineinhalb Jahre dauerndes Sanierungsprojekt zu Ende, das seit Januar 2025 vorbereitet und umgesetzt wird.

Mehrere Institutionen arbeiten am Kaisergrab

An der Sanierung beteiligt sind die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und die Evangelische Domgemeinde Magdeburg. Gemeinsam arbeiten die Einrichtungen daran, das Grabmal und seinen Standort dauerhaft zu sichern.

Ziel des Projekts ist es, die Grablege für kommende Generationen zu erhalten. Das Grabmal Ottos des Großen zählt zu den bedeutenden historischen Erinnerungsorten im Magdeburger Dom und soll auch künftig als Teil des kulturellen Erbes Sachsen-Anhalts zugänglich bleiben.

Bilanz vor der Wiederbeisetzung

Vor dem geplanten Termin im September wollen die Projektbeteiligten am 19. August 2026 über den Stand der Arbeiten informieren und eine Bilanz ziehen. Der Pressetermin findet im Magdeburger Dom statt.

Erwartet wird auch Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra. Außerdem sollen Vertreter der Evangelischen Kirche, der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie sowie die beteiligten Projektleiter und Architekten teilnehmen.

Für die Region Altmark und Stendal ist der Termin eine Nachricht aus dem kulturellen Umfeld Sachsen-Anhalts: Im Magdeburger Dom wird ein historisch herausragendes Grabmal gesichert, bevor die Gebeine des Kaisers an ihren ursprünglichen Ort zurückkehren sollen.