Die Altmark-Karawane kommt am Sonntag nach Stendal. Nach ihrem Auftakt in Arendsee und weiteren Stationen in Seehausen und Osterburg zieht die Tour durch Städte und Dörfer der Region. Ihr Ziel: Menschen miteinander ins Gespräch bringen, für demokratische Beteiligung werben und ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen.
Gestartet war die Karawane am Freitag auf dem Marktplatz in Arendsee. Dort gehörten eine Kundgebung, Redebeiträge, Theater und das Dialogformat Reden und Zuhören zum Programm. Anschließend ging es für die Teilnehmer zur ersten Übernachtung nach Höwisch. Am Sonnabend standen Seehausen und Osterburg auf dem Weg, am Sonntag folgt Stendal.
Gespräche statt politischer Schlagworte
Im Mittelpunkt des Auftakts in Arendsee standen zahlreiche Gesprächsrunden. Dafür waren auf dem Marktplatz Stühle aufgestellt worden. Viele Besucher setzten sich in kleinen Gruppen zusammen, erzählten von ihren Erfahrungen und Ansichten und hörten einander zunächst zu. Das Format soll den Austausch jenseits von Schlagworten und politischen Debatten fördern und den Blick auf die Perspektiven anderer Menschen lenken.
Nach Angaben der Organisatoren haben viele Menschen derzeit Hemmungen, ihre politische Meinung öffentlich zu äußern. Die Karawane will deshalb Räume schaffen, in denen unterschiedliche Erfahrungen ausgetauscht werden können. Am Ende der Tour steht die Hoffnung, möglichst viele Begegnungen zu ermöglichen und Menschen zur Teilnahme an Wahlen sowie zu gesellschaftlichem Engagement zu motivieren.
Politik, Theater und Musik auf der Tour
Organisiert wird die Karawane von einem Zusammenschluss verschiedener Initiativen und Bündnisse. Nach Angaben der Veranstalter versteht sie sich als Angebot für Begegnung und Austausch. Die Tour soll dabei nicht nur politische Botschaften vermitteln, sondern auch unterschiedliche Sichtweisen hörbar machen und zur Diskussion einladen.
Zu den Rednern in Arendsee gehörten unter anderem Raik Ohlmeyer von der Partei Die Linke und Dorothea Frederking von Bündnis 90/Die Grünen. In ihren Beiträgen ging es um die politische Stimmung im Land, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Bedeutung demokratischen Engagements. Mehrere Reden verbanden dies mit dem Aufruf, sich trotz Unsicherheiten und Anfeindungen weiterhin öffentlich für demokratische Werte einzusetzen.
Für einen kulturellen Akzent sorgte das Krax-Schlapptheater. Der Auftritt verband Theater, Artistik und Musik und bildete einen Programmpunkt zwischen den politischen Beiträgen. Eine Vertreterin der Omas gegen Rechts erklärte der Altmark Zeitung, die Karawane sei ein Zusammenschluss verschiedener Initiativen. Man wolle durch Dörfer und Städte ziehen, Informationen anbieten, Begegnungen schaffen und zum politischen Mitmachen ermutigen.
Weitere Stationen bis Ende August
Nach dem Aufenthalt in Stendal wird die Tour am Montag in Bismark fortgesetzt. Bis zum Ende des Monats wollen die Teilnehmer weitere Orte der Altmark ansteuern und dort zu Kundgebungen, Gesprächen und kulturellen Programmpunkten einladen.
- Montag, 24. August: Bismark, 14 bis 19 Uhr, Marktplatz
- Dienstag, 25. August: Kalbe, 14 bis 17 Uhr, Gartenstraße, großer Parkplatz neben dem Kulturhaus
- Mittwoch, 26. August: Gardelegen, 14 bis 18 Uhr sowie 19 bis 21 Uhr, Marktplatz und Gemeindehaus
- Donnerstag, 27. August: Klötze, 14 bis 19 Uhr, Rathausplatz
- Freitag, 28. August: Dähre, 14.30 bis 17.30 Uhr, Marktplatz
- Samstag, 29. August: Henningen, 12 bis 13.30 Uhr, Dorfplatz; Salzwedel, 14 bis 22 Uhr, Burggarten
Für die Station in Stendal nennt der vorliegende Bericht keinen konkreten Veranstaltungsort und keine Uhrzeit.