Der Verlauf des Altmarkrundkurses zwischen Harpe und Gollensdorf könnte sich künftig verändern. Nach dem vorliegenden Vorschlag soll die überregionale Radwegeverbindung stärker durch Groß Garz geführt werden. Davon könnten sowohl Radfahrer als auch die örtliche Versorgung profitieren.
Über die geplante Änderung berät der Gemeinderat Zehrental in seiner Sitzung im September. Die Beschlussvorlage wurde von Juliane Güntzel, der Tourismusverantwortlichen der Verbandsgemeinde Seehausen, erarbeitet. Den Vorsitz im Gemeinderat hat Bürgermeister Michael Seide, der parteilos ist.
Warum die Strecke geprüft wird
Der Altmarkrundkurs gilt als wichtige überregionale Radwegeverbindung im Norden Sachsen-Anhalts. Im Gebiet der Gemeinde Zehrental verläuft der betreffende Abschnitt unter anderem zwischen Harpe und Gollensdorf. Dieser bestehende Verlauf wird nun überprüft, weil der Weg teilweise in schlechtem Zustand ist. Das schränkt nach Angaben aus der Beschlussvorlage die Attraktivität und Nutzbarkeit für den Radverkehr ein.
Ein weiterer Grund sind die begrenzten Möglichkeiten zur Versorgung entlang der aktuellen Strecke. Die vorgeschlagene Alternative würde den Radweg von Harpe über die nicht mehr genutzte Bahnstrecke in Richtung Gollensdorf und dabei durch Groß Garz führen.
Konsum, Gaststätte und Eisverkaufswagen an der Route
Im Mittelpunkt steht der örtliche Konsum. Als Einkaufsmöglichkeit könnte er unmittelbar an den Altmarkrundkurs angebunden werden. Für Radler würden damit zusätzliche Möglichkeiten entstehen, sich während der Fahrt zu versorgen oder eine Pause einzulegen.
Groß Garz bietet nach dem Bericht weitere Anlaufstellen: eine Gaststätte und einen Eisverkaufswagen. An der Verkaufsstelle gibt es außerdem Sitzgelegenheiten. Eine veränderte Streckenführung könnte deshalb nicht nur die Wegequalität und die Attraktivität des Radweges verbessern, sondern auch die vorhandene Infrastruktur des Dorfes stärker von der überregionalen Verbindung profitieren lassen.
Der betroffene Abschnitt beginnt im Bereich Harpe im Altmarkkreis Salzwedel, führt über Groß Garz und soll anschließend wieder in Richtung Gollensdorf verlaufen. Damit würde die Route stärker durch den Ort gelenkt, statt den bisherigen Verlauf unverändert beizubehalten.
Entscheidung noch nicht unmittelbar möglich
Ein Beschluss im September würde die neue Trasse allerdings noch nicht endgültig festlegen. Zunächst soll der Gemeinderat grundsätzlich dokumentieren, dass er eine Änderung unterstützt. Gleichzeitig soll die Verwaltung beauftragt werden, die fachlichen und formalen Voraussetzungen zu prüfen und mit den zuständigen Stellen abzustimmen.
Offen ist unter anderem, welche Behörde für die Entscheidung oder Genehmigung zuständig ist und wer den formellen Antrag auf eine Trassenänderung stellen muss. Außerdem könnten betroffene Kommunen, Grundstückseigentümer, Straßen- und Wegebaulastträger sowie weitere Behörden und Institutionen beteiligt werden.
Bis Radler tatsächlich über die neue Route durch Groß Garz fahren können, sind daher noch mehrere vorbereitende Schritte erforderlich. Zunächst muss geklärt werden, ob die geplante Führung genehmigungsfähig ist und wie die beteiligten Stellen das Vorhaben weiterbearbeiten.