Brandenburg an der Havel muss seine Bildungsinfrastruktur langfristig ausbauen. Ein neuer integrierter Kita- und Schulentwicklungsplan ist beschlossen. Nach Angaben der Stadt reichen die vorhandenen Strukturen künftig nicht überall aus, um den Bedarf an Schulplätzen sicher abzudecken.

Der Plan betrachtet erstmals Kindertagesstätten und Schulen auf einer gemeinsamen Datengrundlage. Vorgesehen ist, bestehende Schulstandorte zu erweitern und zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Auch bei den Gymnasien sieht die Verwaltung weiteren Handlungsbedarf.

Neuer Schulcampus am Wiesenweg geplant

Zu den größeren Vorhaben gehört ein neuer Schulcampus am Wiesenweg. Dort soll ein zusätzlicher Bildungsstandort entstehen. Damit reagiert die Stadt nicht nur auf den Bedarf des unmittelbar bevorstehenden Schuljahres, sondern bereitet Gebäude und Kapazitäten für die kommenden Jahre vor.

Planung reicht bis 2031

Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich Ende Mai mit dem Schulentwicklungsplan befasst. Ein Ergänzungsantrag für den Zeitraum 2026/27 bis 2030/31 befindet sich laut städtischer Beschlusskontrolle bereits in Umsetzung.

Die Zuständigkeiten sind dabei geteilt: Die Kommune kümmert sich um Schulgebäude und Ausstattung. Für die Versorgung mit Lehrkräften und zentrale pädagogische Rahmenbedingungen ist dagegen das Land Brandenburg verantwortlich. Der Plan soll deshalb die kommunalen Bau- und Kapazitätsentscheidungen über mehrere Jahre steuern.

Hinweis für Leserinnen und Leser in Stendal: Die vorliegenden Angaben beziehen sich auf Brandenburg an der Havel, nicht auf die Hansestadt Stendal. Ein belastbarer Stendal-Bezug lässt sich aus dem zugelieferten Material nicht ableiten.