Das Forest-Jump-Festival im Zauberwald bei Pretzier soll 2027 möglichst zurückkehren. Nach der letzten Ausgabe im Jahr 2025 und einer Pause 2026 wollen die bisherigen Veranstalter das Projekt übergeben oder neue Mitstreiter gewinnen. Gesucht werden Menschen, die ein Festival organisieren, planen, aufbauen und nach der Veranstaltung wieder abbauen wollen.

Der Veranstaltungsort liegt in einem Waldstück zwischen Stappenbeck und Pretzier. Dort entstand in den vergangenen Jahren eine besondere Festivalatmosphäre mit internationalen Musikern und Bands. Das Konzept erinnerte in seiner Wirkung an eine kleinere Schwester der Fusion: mehrere Tage mit Musik und einer eigenen Welt fernab des Alltags.

2025 war zunächst die letzte Ausgabe

Das Forest Jump fand seit 2012 regelmäßig statt, lediglich das Corona-Jahr 2020 bildete eine Unterbrechung. 2025 wurde jedoch vorerst zum letzten Festivaljahr. Die Organisation war für das ehrenamtlich arbeitende Team zu einer großen Aufgabe geworden. Bands, Sponsoren, Aussteller, Technik und weiteres Equipment mussten gewonnen werden. Hinzu kamen Personalplanung, Ticketing, ein Sicherheitskonzept und die Vorbereitung des Geländes im Wald.

Die Veranstalter sprachen deshalb von einer „kreativen Pause“. Eine öffentliche Ausgabe gab es 2026 nicht. Stattdessen trafen sich am vergangenen Freitag ein Unterstützerkreis sowie Freunde und Familien im Zauberwald zu einer Gesprächsrunde mit anschließender Live-Musik. Ziel war offenbar, weitere Multiplikatoren zu erreichen und einen größeren Kreis möglicher Helfer anzusprechen.

Erfahrung und Infrastruktur sind bereits vorhanden

Das Festival hat nach Angaben der Veranstalter bereits eine vierstellige Besucherzahl erreicht und überregional Aufmerksamkeit gewonnen. Für neue Organisatoren könnten außerdem eine mögliche Festivalförderung des Bundes sowie die vorhandenen Strukturen interessant sein. Die Bundesförderung wurde erstmals 2024 ausgeschüttet.

Auf dem Festival gilt das Prinzip der Awareness: Besucher sollen achtsam und respektvoll miteinander umgehen, damit eine angenehme Atmosphäre für alle entsteht. Dieses Konzept gehört ebenso zur bisherigen Veranstaltung wie die musikalische Auswahl und der besondere Ort.

Zu den Gästen des Treffens gehörte Salzwedels Bürgermeister Olaf Meining. Er erklärte, der Einblick in die Arbeit und das Festival sei für ihn in diesem Umfang neu gewesen. Die Veranstaltungen habe er begrüßt; es habe damit „nie Probleme“ gegeben. Im Gegenteil: Das Festival habe der Hansestadt für drei Tage zusätzliche Gäste gebracht.

Helfer können sich direkt melden

Die Verantwortlichen wollen das Projekt weiterleben lassen. Neben Personen für ein neues Organisationsteam werden auch Menschen gesucht, die einzelne Aufgaben übernehmen – etwa eine Schicht am Getränkestand. Der Aufruf richtet sich damit sowohl an erfahrene Veranstaltungsmanager als auch an Interessierte, die erstmals bei der Planung eines Festivals mitarbeiten möchten.

Kontakt ist über das Instagram-Profil forestjumpfestival oder über die Festival-Website forestjump-festival.de möglich. Dort können sich Interessierte melden, wenn sie an einer Neuauflage im Zauberwald 2027 mitarbeiten wollen.