Am Generationenplatz in Klötze sind Sitzflächen und Balken einer Sitzgruppe großflächig mit Graffiti besprüht worden. Der Verein „Wir für euch Klötze“ stellte am Freitagnachmittag den Schaden fest und erstattete Anzeige bei der Polizei. Wer die Schmierereien angebracht hat, ist bislang nicht bekannt.
Nach Angaben des Vereins wurden verschiedene Graffitifarben verwendet. Die Farbe habe sich nicht nur auf der Sitzfläche, sondern auch auf den Balken des Dachs verteilt. Für die Engagierten bedeutet das einen hohen zusätzlichen Aufwand: Die Sachbeschädigung muss beseitigt werden, obwohl die Sitzgruppe erst als Teil eines gemeinsam mit der Stadt entwickelten Treffpunkts geschaffen wurde.
Legale Graffiti-Flächen stehen direkt nebenan
Die Beschädigung sorgt im Verein auch deshalb für Unverständnis, weil neben der Skaterbahn eigens Wände für legale Graffiti-Kunst aufgestellt wurden. Diese Flächen befinden sich laut dem Bericht nur etwa 20 Meter von der betroffenen Sitzgruppe entfernt. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Enrico Meyer verwies darauf, dass Interessierte dort ihre Bilder sprühen könnten, statt die Sitzgruppe zu verunstalten.
„Sollen die doch auf den aufgestellten Wänden sprühen“
Meyer schilderte, dass er inzwischen jeden Abend an der Sitzgruppe vorbeifahre, allerdings nicht mitten in der Nacht. In diesem Zeitraum dürfte die Schmiererei entstanden sein. Als Vereinsmitglieder den Schaden am Freitagnachmittag bemerkten, habe die Nachricht für Sprachlosigkeit gesorgt.
Platz wird weiter genutzt und soll wachsen
Der Generationenplatz ist laut dem Bericht gerade in den Sommermonaten auch in den Abendstunden gut besucht. Die Idee für den Treffpunkt und die Graffiti-Stellwände stammte von Schülern einer Sekundarschule und wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt umgesetzt. Der Verein war nach eigenen Angaben stolz auf das bisher Geschaffene.
Für den Platz sind weitere Angebote vorgesehen. Als nächster Ausbau wird eine Tischtennisplatte genannt. Gleichzeitig gab es bereits früher Beschwerden über zerbrochene Flaschen, Müll und Glasscherben auf dem Gelände. Die Vereinsmitglieder beklagen, dass sie immer wieder Sachbeschädigungen feststellen und beseitigen müssen.
Die Polizei ermittelt. Konkrete Täterhinweise oder weitere Schritte wurden in dem Bericht nicht genannt. Solange niemand als Verursacher bekannt sei, seien die Möglichkeiten der Polizei allerdings begrenzt.