Für die Gesundheitsversorgung in Havelberg stehen rund 98.000 Euro bereit. Sachsen-Anhalt unterstützt damit den Aufbau eines sektorenübergreifenden Versorgungsmodells, das ambulante und weitere medizinische Strukturen stärker miteinander verbinden soll.
Der Förderbescheid wurde bei einem Vor-Ort-Besuch von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne an die Salus Altmark Holding gGmbH übergeben. Das Geld stammt aus dem Corona-Sondervermögen des Landes. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen damit unter anderem Mietkosten sowie medizinisch-technische Geräte und IT-Ausstattung finanziert werden.
Bestehende Sprechstunde wird ausgebaut
Ein ambulantes Angebot gibt es in Havelberg bereits seit Ende vergangenen Jahres. Alwin Markus Bulla, Chefarzt der Chirurgie am Krankenhaus in Seehausen, bietet dort wöchentlich eine Sprechstunde für Bürgerinnen und Bürger an.
Ab September 2026 soll eine weitere Fachsprechstunde hinzukommen. Geplant sind Angebote für Lungenheilkunde und gastroenterologische Abklärung. Damit soll das medizinische Angebot vor Ort erweitert werden, ohne dass für jede Untersuchung unmittelbar eine weiter entfernte Versorgungseinrichtung aufgesucht werden muss.
Ziel: Verlässliche Strukturen in der Region
Das Projekt soll eine gemeinsam organisierte ambulante Versorgungseinheit in Havelberg entwickeln. Nach Darstellung des Landes geht es langfristig darum, verlässliche medizinische Strukturen für die Bevölkerung der Region zu sichern.
Für Einwohnerinnen und Einwohner aus Stendal ist die Nachricht vor allem als regionales Beispiel für den Ausbau medizinischer Versorgung im nördlichen Sachsen-Anhalt relevant. Die angekündigten Sprechstunden beziehen sich jedoch auf Havelberg; konkrete Auswirkungen oder zusätzliche Angebote für Stendal werden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.