Für die mobile Jugendarbeit in Klötze steht ein wichtiger Schritt bevor: Sozialministerin Petra Grimm-Benne will in der kommenden Woche einen Fördermittelbescheid über 65.000 Euro übergeben. Mit dem Geld soll der Kleinbus angeschafft werden, auf den die beiden neuen Mitarbeiter der mobilen Jugendarbeit seit dem Sommer warten.

Leonie Fohmann und Michael Göritz sind nach Angaben der „AZ Altmark“ inzwischen in der Einheitsgemeinde tätig. Ihre Stellen sind seit dem Sommer besetzt. Neben Büroarbeit, bei der sie ein Konzept für ihre Arbeit entwickeln, haben die beiden Sozialpädagogen bereits mehrere Angebote für Kinder und Jugendliche organisiert.

Bus fehlt noch für Einsätze in den Ortsteilen

Bislang ist das Team allerdings noch nicht mobil. „Wir warten auf den Bus“, sagten die beiden Mitarbeiter im Gespräch mit der Zeitung. Das Fahrzeug soll ermöglichen, die Angebote wie ursprünglich geplant auf die Ortsteile der Einheitsgemeinde auszuweiten.

Nach der Anschaffung und Inbetriebnahme des Kleinbusses wollen Fohmann und Göritz ihre Aktivitäten mit den Ortsbürgermeistern abstimmen. Dabei sollen auch die Wünsche der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt werden. Nach dem Vorbild der mobilen Jugendarbeit in Kalbe ist vorgesehen, Teilnehmer unterwegs abzuholen und sie zu einem Angebot in einem benachbarten Ort mitzunehmen.

Welche konkreten Angebote künftig an welchen Orten stattfinden, ist noch offen. Das Konzept wird derzeit weiter erarbeitet. Fest steht laut Quelle jedoch, dass der Förderbescheid den entscheidenden finanziellen Schritt für die Anschaffung des Fahrzeugs ermöglichen soll.

Erste Angebote in Klötze und Kunrau laufen bereits

Erste Kontakte zur Zielgruppe bestehen bereits. Die beiden Mitarbeiter waren mit einem Stand beim Waldbadfest vertreten und halfen bei der Vorbereitung des Lesesommers in der Bibliothek. Während Führungen von Schulklassen durch die Kinderbibliothek gestalteten sie das Rahmenprogramm im Garten der Einrichtung.

Auch beim Sommerfest der evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) in der vergangenen Woche präsentierten sie ihre Arbeit. Die EFA ist Träger der mobilen Jugendarbeit in der Einheitsgemeinde. Beim Tierparkfest Ende August wollen die beiden ebenfalls dabei sein.

Darüber hinaus stellten sich Fohmann und Göritz in den Ferienhorten in Kunrau und Klötze vor. An der Ganztags-Sekundarschule sollen sie Projekte leiten. Mit dem Kleinbus könnten solche Aktivitäten künftig auch außerhalb der beiden Orte leichter erreichbar werden.