Der geplante Umzug der fünften und sechsten Klassen der Lessing-Ganztags- und Gemeinschaftsschule in Salzwedel verzögert sich. Die Schülerinnen und Schüler sollten zum neuen Schuljahr Räume in einem benachbarten Bürogebäude beziehen. Daraus wird voraussichtlich erst in der folgenden Woche etwas.
Grund sind Mängel beim Brandschutz. Bei einer Begehung wurde festgestellt, dass eine Nottreppe noch nicht den geltenden Vorgaben entspricht. Die Nachbesserung soll innerhalb weniger Tage erfolgen. Endgültig entschieden werden sollte am Freitag, wann Hausmeister Hardy Friedrich und seine Helfer das Klassenmobiliar in das Gebäude bringen können.
Klassen müssen vorübergehend zusammenrücken
Die neuen Räume waren als Ersatz für die alten Container auf dem Schulhof vorgesehen. Diese hatten in den Sommerferien keine Freigabe für ein weiteres, 35. Dienstjahr erhalten. Der Altmarkkreis fand daraufhin kurzfristig eine Lösung in einem benachbarten Bürokomplex, in dem früher die Breitbandgesellschaft untergebracht war.
Der Umzug kam jedoch zunächst nicht zustande. Als die Zeitung am Freitag das Möbelrücken beobachten wollte, fiel der Termin aus. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die neuen Fünftklässler bereits in ihrer Einführungswoche.
Für den Übergang nutzt die Schule Räume im bestehenden Gebäude. Eine fünfte Klasse ist in der Aula untergebracht, weitere Schülerinnen und Schüler lernen im Speise- und im Kunstraum. Die Schulleiterin Heike Herrmann bezeichnete diese Lösung als zeitlich begrenztes Provisorium. „Wunschräume gibt es derzeit nicht“, erklärte sie.
Umzug soll in der kommenden Woche starten
Nach einer weiteren Unterredung mit dem Verwalter des angemieteten Komplexes zeigte sich Herrmann erleichtert. Wenn die Brandschutzarbeiten wie geplant abgeschlossen werden, könne die Schule in der kommenden Woche umziehen. Bis dahin müsse die Schulgemeinschaft noch mit der beengten Übergangslösung auskommen.
„Eine Woche wird`s noch kuschelig. So lange bleibt der Frieden definitiv bei uns gewahrt“, sagte die Schulleiterin mit einem Augenzwinkern. Danach sollen die alten Container endgültig abtransportiert und entsorgt werden.
Hausmeister Hardy Friedrich hatte das Mobiliar dafür bereits vorbereitet: Stühle, Tische und Regale standen zum Abtransport bereit. Die Container haben für ihn auch eine persönliche Geschichte. „In diesen Räumen bin ich sogar schon zur Schule gegangen“, sagte Friedrich über die inzwischen stark gealterten Schimmel-Container.