Bei einem schweren Bahnunfall nahe Gardelegen ist ein 41 Jahre alter Bahnarbeiter ums Leben gekommen. Ein 54-jähriger Kollege wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der Unfall ereignete sich am späten Dienstagabend im Bereich Gardelegen-Weteritz auf der Bahnstrecke von Stendal nach Wolfsburg.
Nach Angaben der Polizei wurden die beiden Männer gegen 22:45 Uhr während von Gleisbauarbeiten von einem Güterzug erfasst. Der 41-Jährige starb noch am Unfallort. Sein Kollege erlitt schwere Verletzungen und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Unfallursache noch nicht geklärt
Wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, ist derzeit offen. Die Ermittler versuchen nach Angaben des Berichts, den Ablauf des Unfalls zu rekonstruieren. Gesicherte Erkenntnisse zur Unfallursache liegen bislang nicht vor.
Damit ist auch noch unklar, unter welchen Umständen sich die Arbeiter zum Zeitpunkt des Unglücks im Gleisbereich befanden und wie es zur Kollision mit dem Güterzug kam. Weitere Angaben zum Ermittlungsstand nennt die Polizei zunächst nicht.
Bahnstrecke am Mittwochmorgen vorübergehend gesperrt
Der Güterzug war auf der Verbindung von Stendal in Richtung Wolfsburg unterwegs. Nach dem Unfall wurde ein Teil der Bahnstrecke am Mittwochmorgen vorübergehend gesperrt. Die Sperrung stand im Zusammenhang mit den Unfallmaßnahmen an der Strecke bei Gardelegen-Weteritz.
Für den Bahnverkehr zwischen Stendal und Wolfsburg bedeutete der Unfall damit zumindest zeitweise eine Unterbrechung. Der Bericht macht keine weiteren Angaben zu Dauer, Umfang oder möglichen Ersatzverbindungen. Auch zu einer möglichen späteren Freigabe der Strecke liegen in der vorliegenden Mitteilung keine Details vor.
Der tödliche Unfall ereignete sich bei Nachtarbeiten an der Bahnstrecke. Die Ermittlungen zur Ursache dauern an.