Nach einer Serie von Explosionen an Fahrkartenautomaten sitzen fünf Männer im Alter von 20 bis 24 Jahren in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen ihnen vor, mehrere Automaten der Deutschen Bahn in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen gesprengt zu haben. Der Fall wird von der Polizeiinspektion Stendal, der Staatsanwaltschaft und der Deutschen Presse-Agentur als aktueller Ermittlungskomplex geführt.
Die Festnahmen erfolgten nach Durchsuchungen an zwölf Objekten. Im Einsatz waren Polizei und Staatsanwaltschaft im Raum Magdeburg sowie im Landkreis Börde und im Jerichower Land. Dabei stellten die Einsatzkräfte verschiedene Beweismittel sicher.
Ermittlungen zu Taten seit Jahresbeginn
Nach den bisherigen Erkenntnissen soll die Gruppe seit Beginn des Jahres 2026 mehrere Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn angegriffen haben. Anschließend sollen die Verdächtigen eine größere Summe Bargeld entwendet haben. Bei den Explosionen entstand nach Angaben der Ermittlungsbehörden ein hoher Sachschaden.
Wie viel Geld genau erbeutet wurde und wie hoch der Schaden an den Automaten ist, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Damit bleiben zentrale Details zum finanziellen Ausmaß der Serie vorerst offen.
Beweismittel werden ausgewertet
Die fünf Beschuldigten wurden in verschiedene Justizvollzugsanstalten gebracht. Polizei und Staatsanwaltschaft werten nun die bei den Razzien sichergestellten Beweismittel aus. Die Ermittlungen sollen klären, ob die Männer für weitere Taten verantwortlich sind und ob es zusätzliche Beteiligte gibt.
Für alle Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.