Auf dem Sportplatz des SV Schwalbe Schwiesau drehen seit Kurzem zwei Mähroboter beinahe rund um die Uhr ihre Bahnen. Der Verein hat in diesem Jahr insgesamt 50.000 Euro in sein Gelände investiert und damit nicht nur die Rasenpflege neu organisiert, sondern auch das Sportlerheim saniert.
Die Anschaffung der Roboter ist eine Reaktion auf ein Problem, das viele Vereine betrifft: Die ehrenamtlichen Helfer, die den Platz bislang mehrmals pro Woche mit einem Aufsitzmäher pflegten, werden älter. Zugleich sei es schwierig, engagierte Nachfolger zu finden. Mit der automatisierten Lösung soll der Rasen dauerhaft in gutem Zustand bleiben, ohne dass die freiwilligen Helfer regelmäßig mit dem Aufsitzmäher ausrücken müssen.
Fördermittel von Kreis, Stadt und Land
Finanziert wurde das Vorhaben aus mehreren Quellen. Der Altmarkkreis und die Stadt Klötze stellten jeweils 9.000 Euro Förderung bereit. Weitere 25.000 Euro kamen vom Land. Die verbleibende Summe brachte der Verein als Eigenleistung auf.
Die Investitionen sollten möglichst noch vor dem 105-jährigen Vereinsjubiläum umgesetzt werden. Trotz Verzögerungen gelang es den Schwiesauern laut Bericht, fast alle geplanten Vorhaben rechtzeitig fertigzustellen. Grund für den Zeitverzug war, dass der Haushalt des Kreises erst spät beschlossen und genehmigt worden war. Vereinsvertreter lobten zugleich das neue digitale Antragsverfahren für Fördermittel beim Altmarkkreis.
Bevor die Roboter ihre Arbeit aufnehmen konnten, wurde der Rasen vorbereitet. Dazu gehörten Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen sowie das Striegeln des Platzes. Eine Beregnungsanlage gibt es bereits seit 2019; sie war damals vollständig gefördert worden. Probleme mit Maulwürfen oder Wildschweinen wurden bei dem Besuch der Kreissportausschussmitglieder nicht berichtet.
Neue Duschen, weitere Pläne für die Kabinen
Auch das Sportlerheim profitierte von der Investition. Die Duschen wurden saniert, zuvor waren bereits die elektrischen Boiler erneuert worden. Bei Fliesenarbeiten und an den Decken übernahm der Verein Eigenleistungen. Durch die seltener notwendige Betankung der Rasenmäher lassen sich nach Vereinsangaben schon jetzt laufende Kosten einsparen.
Die Mitglieder des Sportausschusses brachten eine Photovoltaikanlage für das Dach ins Gespräch. Mit selbst erzeugtem Strom könnten die Boiler günstiger betrieben werden. Sie empfahlen dem Verein, auch für dieses Vorhaben einen Förderantrag zu stellen.
Der Vorstand plant außerdem, die Kabinen weiter zu modernisieren. Eine Sauna gehört bereits zum Sportlerheim, wird im Alltag aber selten eingeschaltet. Nach dem Training wollten die Sportler meist schnell nach Hause; nach Punktspielen werde das Angebot dagegen gern genutzt.
Bei einem Besuch auf dem Gelände erinnerte sich Carsten Borchert, Vorsitzender des Kreissportausschusses, an frühere Fußballspiele in Schwiesau. Der Platz liegt weiterhin abschüssig, doch die heimischen Spieler seien mit den Bedingungen vertraut.